18. Juni 2018
OSMO


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29. Mai 2018
Albanello

video: antonio albanello, bern


 




17. April 2018
80 Années de Nausée

[…] „Man darf sie [die Städte] nicht verlassen. Wenn man sich zu weit hinauswagt, trifft man auf den Vegetationsring. Die Vegetation ist kilometerweise auf die Städte zugekrochen. Sie wartet. Wenn die Stadt tot ist, wird die Vegetation in sie eindringen, sie wird die Steine überwuchern, wird sie umklammern, sie von innen aushöhlen, wird sie mit langen, schwarzen Zungen sprengen; sie wird die Löcher verstopfen und überall grüne Pfoten herunterhängen lassen. Man muss in den Städten bleiben, solange sie lebendig sind, man darf nicht alleine unter diese dichte Behaarung dringen, die vor den Toren ist: man muss sie ohne Zeugen wallen und knacken lassen. In den Städten, wenn man sich darauf einzurichten, die Stunden zu wählen versteht, wo die Tiere verdauen oder schlafen, in ihren Löchern, hinter Haufen organischer Abfalls – trifft man fast nur Minerale, das am wenigsten Erschreckende des Existierenden.“ (S 244f)

[…]

Listen to:  Ethel Waters „Some of these days“ (1927)

[…]

„Städte verfügen nur über einen einzigen Tag, der völlig gleich an jedem Morgen wiederkehrt. Kaum, dass man ihn an den Sonntagen etwas herausputzt. Diese Idioten. Es geht mir gegen den Strich, zu denken, dass ich ihre festen und saturierten Gesichter wiedersehen werde. Sie machen Gesetze, sie schreiben populistische Romane, sie verheiraten sich sie haben die masslose Dummheit, Kinder zu machen. Unterdessen hat sich die große, verschwommene Natur in ihre Stadt eingeschlichen, sie ist überall eingesickert, in ihre Häuser, in ihre Büros in sie selbst. Sie rührt sich nicht, sie verhält sich still, und sie, sie sind mittendrin, sie atmen sie ein und sehen sie nicht, sie bilden sich ein, sie sei draußen, zwanzig Meilen von der Stadt entfernt. Ich sehe sie, diese Natur, ich SEHE sie… Ich weiss, dass ihr Gehorsam Trägheit ist, ich weiss, dass sie keine Gesetze hat: was sie für Beständigkeit halten… Sie hat nur Gewohnheiten und kann diese morgen ändern.“ […] (S 248f)

 

Jean-Paul Sartre: Der Ekel, 1938 (RoRo TB 51.Auf. 2007, Übers. 1981)

Audio: Alexandra „Mein Freund der Baum“  (1968)


 




16. Februar 2018
Lost in Pankow

Zusammen mit Jutta Ravenna auf der Suche nach dem ewigen Klang.

 

 

 

 

 

„La culture ne sauve rien ni personne, elle ne justifie pas. Mais c’est un produit d’homme: il s’y projette, s’y reconnaît, seul ce mirroir critique lui offre son image.“ In etwa: Kultur kann nichts und niemanden retten, sie rechtfertigt auch nicht. Und doch ist sie ein Produkt des Menschen: darin projiziert er sich, erkennt er sich wieder, und nur dieser kritische Spiegel offenbart ihm sein ganzes Bild. Jean-Paul Sartre: Les Mots, Paris 1964

 

VideoSnap: Angela Christlieb


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9. Januar 2018
Soup of the Day Total

Zum Jahresbeginn wieder aufgetaucht: Soundcloud Playlist mit 36 Bearbeitungen der beliebten Soup of the Day Piano-Miniaturen


 




24. Dezember 2017
Das Waldhexenhaus

Das alte Haus des Klangzauberers Pizicator Mours, aka Krr Nordhold.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: Vanilla


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25. August 2017
Souzhou Solaris 040

Tableau N°5 Aus der „Solaris 040″ Lichtklang-Reise


 




3. März 2017
De Vriendts Nachtklage

„Warum hatte er [Gott] Millionen und Milliarden über die Erde ausgegossen, ihre dichte Besiedlung zugelassen, die höllische Anhäufung der Städte und Riesenstädte geduldet und den Menschen gestattet, mit dämonischen Maschinen die Arbeit zu vertausendfachen, die Häßlichkeit ihres Lebens in Stein abzubilden und die schuldlose Erdkruste, das erhaben einfältige Meer, ja die lebendige Luft mit ihren Süchten zu verpesten, ihrem Hin und Her, ihrer ameisenhaften Geschäftigkeit? Floh er, de Vriendt, heute in die Wüste, so kam morgen bestimmt ein Autobus mit Touristen an ihm vorüber; begrub er sich an den Ufern des Toten Meeres, geriet er alsbald in einen Schwarm von Vermessungsbeamten, und eine Förderbahn wurde gelegt, weil sie dort unten eine Fabrik errichteten.

 

[…]

 

Im Ring ist durch Geburt ein jedes Ding

gekettet und die Fessel wächst ins Fleisch.

Dann singt es oder flucht Dir. Sein Gekreisch

Ergötzt Dich, Gütiger. Du erneust den Ring.“

 

 

Arnold Zweig, in: De Vrient kehrt heim. (1932)


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26. Januar 2017
Odd & New Haircut

Vieles bleibt eine Frage nur

oft der richtigen Frisur


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13. Januar 2017
Solaris 040 am Schiff

Wieder einmal Live auf der MS Stubnitz, diesmal mit Solaris 040. Musik am Rand der Stille. Für Konzertflügel, Chaospad und Videoprojektion. Ein filigranes Geflecht von scheinbar aus dem Nichts kommenden und gehenden Klangereignissen mit pastoralen Videostilleben. Die Licht-Klang-Reise dauert gute 60 min – oder bis alle tief und fest schlafen.


 




17. Dezember 2016
Solaris im Winter

Farewell 2016, by Solaris 040: Eine Winternacht


 




25. November 2016
Berlin Piano Day ’16

Ostern in Berlin stand 2016 ganz unter dem Zeichen von Piano & Friends: Ab der Sonntag Nacht begann um 00:00 h in einem F#hainer „Kult Hotel“ der zweite Berliner Piano Day. Satte 24 Stunden Klavier-live mit 21 Pianisten, initiert vom Berliner Shooting Piano Star Nils Frahm in Kooperation mit dem Klavierbauer Carsten Schultz. Ich durfte auch dabei sein, sogar geich zweimal: Zuerst um 02:30 mit „Solaris 4.1“ zusammen mit Julius Heise und als Wahrer Maria Montag in der Früh um 08:30 Uhr.


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16. Oktober 2016
25 J Stubnitz Friendship

The Same Old Song, diesmal mit Czentrifuga All Stars am MS Stubnitz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Carl Weidner


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9. Oktober 2016
Kosmonet

Komputeranimation der Verteilung von Energie im Universum.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Bild: Planetarium Berlin-Ost, Repro by RUND)


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9. September 2016
Aleppo

(not nine inch this time, please)


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