Saltfjället
 




3. März 2017
De Vriendts Nachtklage

„Warum hatte er [Gott] Millionen und Milliarden über die Erde ausgegossen, ihre dichte Besiedlung zugelassen, die höllische Anhäufung der Städte und Riesenstädte geduldet und den Menschen gestattet, mit dämonischen Maschinen die Arbeit zu vertausendfachen, die Häßlichkeit ihres Lebens in Stein abzubilden und die schuldlose Erdkruste, das erhaben einfältige Meer, ja die lebendige Luft mit ihren Süchten zu verpesten, ihrem Hin und Her, ihrer ameisenhaften Geschäftigkeit? Floh er, de Vriendt, heute in die Wüste, so kam morgen bestimmt ein Autobus mit Touristen an ihm vorüber; begrub er sich an den Ufern des Toten Meeres, geriet er alsbald in einen Schwarm von Vermessungsbeamten, und eine Förderbahn wurde gelegt, weil sie dort unten eine Fabrik errichteten.

 

[…]

 

Im Ring ist durch Geburt ein jedes Ding

gekettet und die Fessel wächst ins Fleisch.

Dann singt es oder flucht Dir. Sein Gekreisch

Ergötzt Dich, Gütiger. Du erneust den Ring.“

 

 

Arnold Zweig, in: De Vrient kehrt heim. (1932)


WingstFrühling7b
 




26. Januar 2017
Odd & New Haircut

Vieles bleibt eine Frage nur, oft der richtigen Frisur .


TrumpUndCoBearb
 




6. Januar 2017
MS Solaris 040

Welcome Nosferatu Solaris  @ Motorschiff Stubnitz farewell


 




17. Dezember 2016
Solaris im Winter

Farewell 2016, by Solaris 040: Eine Winternacht


 




25. November 2016
Souzhou Solaris 040

Tableau N°5 Aus der „Solaris 040″ Lichtklang-Reise


 




20. November 2016
Solaris 040: Duck, Duck & Go

Solaris 040 Episode mit dem deutschen Kinder-Blockbuster.

Unten eine Version mit Julius von der Heise am Kaoss-Pad.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Video: Antonio Albanello, Berna, Svizzera

Audio: Heise & Maria, Berlin Piano Day 2016


 




16. Oktober 2016
25 J Stubnitz Friendship

The Same Old Song, diesmal mit Czentrifuga All Stars am MS Stubnitz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Carl Weidner


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14. Oktober 2016
News of the World

Live aus Moskau Edward Snowden in der Volksbühne zu Freiheit und Staat.


 




9. Oktober 2016
Kosmonet

Komputeranimation der Verteilung von Energie im Universum.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Bild: Planetarium Berlin-Ost, Repro by RUND)


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9. September 2016
Aleppo

(not nine inch this time, please)


WingstNailArt
 




19. August 2016
Duselmann

„So wie es in seine Religion eingeweiht ist, um das zehnte bis zwölfte Lebensjahr, wird das muselmännische Kind, das bis dahin zuweilen noch ziemlich geweckt war, plötzlich fanatisch, von jenem Dünkel gesättigt, es besitze Alles, was ihm als absolute Wahrheit gilt, wie über ein Vorrecht über das Glückliche, was gerade seine geistige Inferiorität ausmacht. Dieser dumme Hochmut ist das Laster, welches das ganze Sein des Muselmanns bestimmt. Die scheinbare Einfachheit seines Gottesdienstes flößt ihm eine wenig gerechtfertigte Verachtung vor den anderen Religionen ein.“

 

Bei meinen Studien zur Moderne habe ich durch Stefan Zweig zum ersten Mal vom französischen Humanisten Ernest Renan gehört. Dieser Denker und Forscher aus der Mitte des 19. Jhdt ist auf seinem langen Weg vom als Kritiker des biblischen Katholizismus bis zuletzt fast zur Misanthropie gegangen. Am meisten getroffen hat ihn der wieder neu aufflammende Nationalismus und Kriegswahn der 1870iger Jahre. Interessant ist sein kritischer Blick auf tradierte Glaubenssysteme und ihre Unvereinbarkeit mit dem modernen Menschentum.

 

Obiger Abschnitt  aus dem Wikipedia-Artikel über Renan kann für alle Dogmnen sprechen, die sich durch eine Art spirituellem Nationalismus gegenüber anderen Religionsmodellen mit trivialen Handlungsvorgaben abzuheben zu glauben, wie etwa des akademischen Positivismus, dem Ostkatholizismus, orthodoxen Judentums, Massenmedien –  aber auch manchen Computer- und Turnschuhgemeinschaften unserer Gegenwart. Die Desinformations-Trance des Dionysos wird in den Händen des Apoll schnell zur schrecklichen Waffe, der Muselmann wird zum Duselmann.


 




9. August 2016
Lemniskate

 




6. Juli 2016
Beethoven 016

Wiederentdeckter Meister in einem verlotterten Pankower Treppenhaus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: Christine Hoeppner, Berllin


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5. Juli 2016
Guitarincarnation

Die Gitarre schwimmt im Meer,

die Gitarre hat getrunken.

Die Gitarre sinkt im Meer,

die Gitarre ist ertrunken.

Digiti, digita, digiti, digita,

die Gitarre ist nicht mehr.

 

Unter Wasser auf dem Sand

liegt ihr neues Land,

unter Wasser schwimmt das Meer

von Strand zu Strand,

von Strand zu Strand,

von Strand zu Strand.

 

 

 

(aus: die Phantastische Reise.., Hunger & Trunk 1985)


NordHold