28. Oktober 2012
Klangtorbrücke Bern/Berlin

Subtraction in Environmental Music (Background)

 

Vernissage et performance au Château Ueberstorf 15:00 avec des bandes musique electronique de Klaus Weinhold, selectée par Gerda Schneider du ZeM dans une reproduction sur Klangtor Prototype II.

 

Südlich von Bern am Übergang zwischen deutscher und französischer Schweiz, auf dem Gelände vom Schloss Überstorf wird zum ersten mal in CH das Klangtor ‚Bad Bank‘ präsentiert, um dort als permanente Installation überwintern. Zeitgleich ist im Norden Berlins an der Grenze zu Brandenburg und der Mecklenburger Seenplatte im Wellnessbereich und auf dem Gelände vom Gutshof Woldzegarten das Schwester-Modell ‚Prototyp III‘ zu erleben.

 

In der Romandie erklingt dabei eine Bearbeitung des Scherzos aus der 6. Symphonie des Nôtre-Dame Organisten Louis Vierne durch Klaus Weinhold am historischen Atari-Computer des Freiburger Studios für Soundprozesse (in einer Remix-Version). Derweil ist in der Müritz auf märkischem Sand eine klanglich verfremdete Fassung einer Münchener Schallplatte mit den Reden vom legendären Kardinal Bea zum zweiten vatikanischen Konzil von 1962 zu hören.

 

Beide Klangtore werden von der gleichen Sonne beschienen. Sie liefert die Energie für die „Solar-Kronen“ der Skulpturen. Scheint die Sonne nicht, so bleiben sie einfach stumm. Würde dagegen diese ewig scheinen, würde die Installation ewig klingen – was hierzulande klimabedingt kaum zur Sorge Anlass gibt. So erklingt diese Klangbrücke immer dann, wenn für eine Weile genug Licht da ist – es sei denn, die Kronen sind nicht gerade verregnt, zugeschneit oder werden durch gefallene Blätter bedeckt.

 

Beim Projekt ‚Klangtor‘ werden gezielt drei der vielleicht grundlegendsten Dilemmas von elektroakustisch angeregter Klanginstallation im öffentlichen Raum thematisiert: Das Paradox der optischen Erscheinung, die Belastung Unbeteiligter durch unerwünschte Schallemission und die erneuerbare Energieversorgung.


Klangtor1
PrototypIII_KuDamm
Imagine..