Komponieren (lat.: com-ponere, zusammen-stellen) bedeutet für mich die Überführung von Klängen, Strukturen und Gegebenheiten in einen neuen Zusammenhang. Partituren im Sinne von Plänen, Spiel-Anleitungen oder Installations-Konzepten entstehen oft erst während – oder sogar manchmal nach der Realisierung.

 

Ich lasse mich für jedes Genre, Musikinstrument und jede Darbietungssituation immer wieder aufs Neue begeistern. Dabei füge ich komponierte Struktur und verwendete Materialien auf ökonomische Weise in das Feld ihres intendierten Erklingens ein. Am meisten interessiert mich das Aufzeigen und Veredeln von Klang-Biotopen außerhalb des Konzertsaals. Deshalb arbeite ich gern mit Umgebungsmusik-Installation und klanglicher Gestaltung im Film.

 

Meine Arbeit ist hier geprägt durch gewissermaßen mikro-musikalisches Eingreifen in gegebene akustische Verhältnisse des bestehenden Umfelds vor Ort. Ein wichtiger Aspekt der Intervention besteht dabei im Aufspüren von starken, aber stillen Qualitäten eines Klangsystems und ihrer Fortspinnung zu einem entschleunigten Ereignisfeld.

 

Zur Illustration beispielhafte Projekte aus den letzten Jahren:

  • Die Reihe Pedaludes für Konzertharfe
  • Trilogie mit Klavierstücken für die Mittelstufe
  • Das Installationskonzept mit dem Musikmöbel Klangtor
  • Solaris für Konzertflügellügel, Elektronik und Videoprojektion
  • Auftragsstück für eine Schweizer Innovation namens Syntharp
  • Die Ambient Night verzaubert das Areal einer Dorfkirche
  • Super-8 Jubilee, Vertonung eines digitalisierten Archivfilms
  • Konzertinstallation Jour par Jour verhext ein ganzes Landhaus
  • Performance Thunder Talk für Mischpult und Klavier

(Fotos: Andrej Netzker)


 
Marco-Maria
Marco-Maria_Magic