6. Januar 2017
MS Solaris 040

Welcome Nosferatu Solaris  @ Motorschiff Stubnitz farewell


 




17. Dezember 2016
Solaris im Winter

Farewell 2016, by Solaris 040: Eine Winternacht


 




25. November 2016
Souzhou Solaris 040

Tableau N°5 Aus der „Solaris 040″ Lichtklang-Reise


 




20. November 2016
Solaris 040: Duck, Duck & Go

Solaris 040 Episode mit dem deutschen Kinder-Blockbuster.

Unten eine Version mit Julius von der Heise am Kaoss-Pad.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Video: Antonio Albanello, Berna, Svizzera

Audio: Heise & Maria, Berlin Piano Day 2016


 




25. März 2016
20160325_Solaris

Im Zeichen des Krokodils. Last Schöneberg Loop.


BerlinPianoDay2
 




21. März 2016
Solaris Weltgeschichten

Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren
sind Schlüssel aller Kreaturen,
wenn die, so singen oder küssen,
mehr als die Tiefgelehrten wissen,
[…]

 

[…] und man in Märchen und Gedichten
erkennt die wahren Weltgeschichten,
dann fliegt vor einem geheimen Wort
das ganze verkehrte Wesen fort.

 

(Friedrich von Hardenberg, um 1800)

 

 

Video: Paulina Wanat (Vogelfrai-Filmproduktion)

Audio: Live-Mitschnitt „Solaris 040″ im Ausland Berlin


 




9. Mai 2015
Solaris 040 Live

Cam-use-bouche unseres lichtklangpriesterlichen Wirkens in Bern/CH.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Video: A. Albanello


 




19. März 2015
Solaris 040

2578 besuchen Aliens unsere Erde. Sie manifestieren sich in Herzform.

 

Wir begleiten sie auf einem Ausflug hinweg ueber die Ruinen Europas, weg vom Westen Amerikas zur Ostküste Chinas, der Sonne entgegen.

 

Musik aus dem Nichts am Rande der Stille. Eine meditativ-fantastische Licht-Klang-Reise fuer Konzertfluegel, Elektronik und Videoprojektion.

 

Gesamtdauer ca 40 min – oder bis wir alle tief und fest schlafen…

 

 

 

 

 

(Videomitschnitt: Reformationskirche Berlin)


 




1. Mai 2016
Der letzte Rock’n Roll Star

{Audio: Solaris 040}

 

„Rock stars are fascists. Adolf Hitler was one of the first rock stars.“ (David Bowie, 1976) . Ob er Klaus Manns „Turning Point“ kannte?:

 

[…] „…München, Sommer 1929.
Der Schauplatz: Ein riesenhaftes Zelt auf der Theresienwiese am Rand der Isarstadt. Im Zelte drängt sich das Volk – zwanzigtausend, dreißigtausend Menschen. Es ist dunkel; nur die Rednerbühne steht in grellem Licht. Von dort, von der illuminierten Plattform kommt die Stimme – […]. “Die Juden!“ bellt die fürchterliche Stimme. „Die Saujuden sind schuld“. Wer denn sonst?“
Ein junger Bursche ganz in unserer Nähe kreischt plötzlich, wie von der Tarantel gebissen: „An den Galgen mit ihnen! Hängt sie auf! An den Galgen mit dem Judenpack!“ Woraufhin die Stimme schleimig-scherzhaft wird: „Nur Geduld, Volksgenosse! Geduld bringt Rosen!“
Die Menge brüllt, wiehert, schüttlet sich in blutdrünstiger Heiterkeit.
„Dear me!“ flüstert unser englischer Freund, Brian Howard, der so sehr darauf aus war, dieser makaberen Veranstaltung beizuwohnen. „He’s a paranoic!“
„Wer beherrscht die sogenannte Republik?“ Die Tier-Stimme fragt, vom Chorus kommt die Antwort: „Die Juden-Bagasch! – Wer denn sonst? Die Saujuden! Hängt sie auf!“
„How extraordinary!“ flüstert Freund Brian uns zu. „Er ist ausgesprochen wahnsinnig. Merken die Leute es nicht? Oder sind sie selber verrückt?“ Er schüttelt ratlos den Kopf.
Und die Stimme, keuchend jetzt, atamlos, heiser vor Haß: „Wer beherrscht den sogenannten Völkerbund? Die Presse? Die internationalen Kartelle? Den Kreml? Die sogenannte katholische Kirche?“ Und jeder dieser Fragen folgt dasselbe stereotype Stampfen und brüllen: „Die Saujuden! An den Galgen mit ihnen!“
„Are they mad? Or what?“ Brian stellt die Frage immer wieder, in verschiedenen Sprachen. Schließich wendet er sich an ein hochbusiges Hitlermädchen in seiner Nachbarschaft: „Sind sie toll, mein Fräulein?“ Es klingt nicht agressiv, nur interessiert. Glücklicherweise ist das blonde Ding in seinem Erregungszustand nicht fähig, den Anruf zu verstehen. Sie trampelt, röchelt, kichert, stöhnt und quiekt in quasi-sexueller Ekstase. […]
Es ist gar nicht ungefährlich. Jeden Augenblick kann einer der Braunhemden das anstößige Gemurmel hören und Rache üben. Brian schert sich nicht darum. Mutig bis zur Verwegenheit, bei übrigens zarter Konstitution würde er sich wohl einer ganzen Armee von Rowdies zum Kampfe stellen. Aber so weit wollen wir’s doch nicht kommen lassen. „Wir können ebensogut gehen“, schlage ich mit gedämpfter Stimme vor. „Er ist ein öder Schwätzer, weiter nichts. Es nimmt ihn sowieso niemand ernst.“
Um uns wird Murren laut, da wir uns von unseren Sitzen erheben. „Ausländer, wahrscheinlich“, erklärt ein Hitlerjunge verächtlich den Kollegen. und ein anderer: „Die werden auch noch schaun!“
Während wir uns zum Ausgang durchkämpfen, folgt uns die Tier-Stimme, vom Lautsprecher getragen und verstärkt, durch die Versammlungshalle. „Versailles… Dolchstoß… nationale Schmach“, tobt der manische Clown unter der schwankenden Wölbung des Zirkuszeltes. „Ich verspreche euch, deutsche Mütter… Köpfe werden rollen… Ich verspreche euch, deutsche Bauern… Unsere nationale Erhebung… die nordische Rasse… unser herrliches Vaterland… die hohen Milchpreise… Ich verspreche euch, deutsche Handwerker… die Freimaurer… die Zinsknechtschaft… […].“ Gibt es kein Entrinnen von diesem obszönen Gebell? Ist Lappland weit genug? Oder die Hafenstadt Cádiz […] ?“ […]

 

(Kaus Mann: Der Wendepunkt, in der erweiterten Übersetzung durch den Verfasser, 1949, Edition Spangenberg S. 274ff, München 1989)

 

K.M. hat sich im Jahr des Abschlusses der Übersetzung selbst vergiftet.

D.B. soll sich von seinem Spruch in späteren Jahren distanziert haben.

Die Massenmanipulation durch TechEkstase funtioniert  unverändert.


 




25. März 2016
Berlin Piano Day ’16

Ostern in Berlin steht in diesem Jahr ganz unter dem Zeichen von Piano & Friends: Ab der Sonntag Nacht beginnt um 00:00 h in einem F#hainer „Kult Hotel“ der zweite Berliner Piano Day. Satte 24 Stunden Klavier-live mit 21 Pianisten, initiert vom Berliner Shooting Piano Star Nils Frahm in Kooperation mit dem Klavierbauer Carsten Schultz. Ich darf auch dabei sein, sogar geich zweimal: Zuerst um 02:30 mit „Solaris 4.1“ zusammen mit Julius Heise und als Wahrer Maria Montag in der Früh um 08:30 Uhr.


BerlinPianoDay2
 




 




16. Mai 2011
PIANIST
Am Klavier arbeite ich gern mit dem Ausklingen von Akkorden. Ein einmal angeschlagener Ton kann bei verzögertem Betätigen des Dämpfungspedals manchmal minutenlang in das Meer des Nachhalls eintauchen. Das Innehalten während des Spiels ermöglicht die Wahrnehmung eines gewaltigen Klangraums. Beim Musizieren strebe ich immer die Vermittlung dieses Blicks auf die Tiefe von Zeit und Stille an. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer Mischung von freier Improvisation und Zitaten aus eigenen oder fremden Kompositionen.

 

Mein Hintergrund bildet ein umfassendes musiktheoretisches Verständnis, jahrelange Erfahrung als Jazz- und Rockpianist und die seit Jahrzehnten ununterbrochene Auseinandersetzung mit freier Musik, – sowie sehr prägende Begegnungen mit den Pianisten A. Tirzits, Prof. G. Schwartz,  W. v. Grunelius oder R. Sakamoto. Basierend auf meiner körperorientierten Methodik begleite ich nun selbst junge oder erfahrene Klavierspieler ein Stück auf ihrem Weg. Ich spiele gerne im Duo mit Schlagzeug, oder bin Gast an den Tasten in Orchester und Ensemble.

 

Hier ausgesuchte Beispiele für Auftritte und Bookings der letzen Zeit:

(Fotos: Andrej Netzker)


Marco-Maria-Pianist
Marco-Maria-Hands
 




16. Mai 2011
KOMPONIST
Komponieren (lat.: com-ponere, zusammen-stellen) bedeutet für mich die Überführung von Klängen, Strukturen und Gegebenheiten in einen neuen Zusammenhang. Partituren im Sinne von Plänen, Spiel-Anleitungen oder Installations-Konzepten entstehen oft erst während – oder sogar manchmal nach der Realisierung.

 

Ich lasse mich für jedes Genre, Musikinstrument und jede Darbietungssituation immer wieder aufs Neue begeistern. Dabei füge ich komponierte Struktur und verwendete Materialien auf ökonomische Weise in das Feld ihres intendierten Erklingens ein. Am meisten interessiert mich das Aufzeigen und Veredeln von Klang-Biotopen außerhalb des Konzertsaals. Deshalb arbeite ich gern mit Umgebungsmusik-Installation und klanglicher Gestaltung im Film.

 

Meine Arbeit ist hier geprägt durch gewissermaßen mikro-musikalisches Eingreifen in gegebene akustische Verhältnisse des bestehenden Umfelds vor Ort. Ein wichtiger Aspekt der Intervention besteht dabei im Aufspüren von starken, aber stillen Qualitäten eines Klangsystems und ihrer Fortspinnung zu einem entschleunigten Ereignisfeld.

 

Zur Illustration beispielhafte Projekte aus den letzten Jahren:

  • Die Reihe Pedaludes für Konzertharfe
  • Trilogie mit Klavierstücken für die Mittelstufe
  • Das Installationskonzept mit dem Musikmöbel Klangtor
  • Solaris für Konzertflügellügel, Elektronik und Videoprojektion
  • Auftragsstück für eine Schweizer Innovation namens Syntharp
  • Die Ambient Night verzaubert das Areal einer Dorfkirche
  • Super-8 Jubilee, Vertonung eines digitalisierten Archivfilms
  • Konzertinstallation Jour par Jour verhext ein ganzes Landhaus
  • Performance Thunder Talk für Mischpult und Klavier

(Fotos: Andrej Netzker)


Marco-Maria
Marco-Maria_Magic