17. Mai 2013
Jäger und Sammler

Remix des Auftragswerks für „Syntharp“ von 2011. Die obere Fassung ist direkt, die untere via Saitenanlage des Instruments wiedergegeben.


 




7. Juni 2011
Syntharp

Die Ausschreibung für einen Kompositionswettbewerb für einen im schweizerischen Appenzell entwickelten Klangerzeuger durch die SUISA-Stiftung und meine Nominierung zu einem Auftragswerk im Frühling 2010, brachte für ein Jahr die erfrischende Auseinandersetzung mit diesem neuartigen Klang-Zauber-Apparat und seinen innovativen Erbauern mit sich. Am meisten beeindruckt hat mich dabei an diesem, von seinem Erfinder Arion Pascal zu Recht auch als „Musik-Instrument“ bezeichneten Schall-Wandler die ausserordentlich individuelle Klang-Metamorphose, welche unterschiedliches Material nach seiner Auspielung durch diesen „Saiten-Synthesizer“ im Hörraum erfährt.

 

Nebenan das Beispiel einer Musik-Schleife mit einem bearbeiteten Orgel-Cluster, womit ich einen bestimmten Aspekt des Klangspektrums auslote. Die obere Fassung gibt den Loop direkt ab Computer wieder, die untere ist seine Ausspielung durch die ‚Syntharp‘, wobei ich anfangs zusätzlich kurz auf der Saiten-Anlage des Geräts improvisiere.

 

(Foto: Antonio Albanello)




 




16. Mai 2011
KOMPONIST

Komponieren (lat.: com-ponere, zusammen-stellen) bedeutet für mich die Überführung von Klängen, Strukturen und Gegebenheiten in einen neuen Zusammenhang. Partituren im Sinne von Plänen, Spiel-Anleitungen oder Installations-Konzepten entstehen oft erst während – oder sogar manchmal nach der Realisierung.

Ich lasse mich für jedes Genre, Musikinstrument und jede Darbietungssituation immer wieder aufs Neue begeistern. Dabei füge ich komponierte Struktur und verwendete Materialien auf ökonomische Weise in das Feld ihres intendierten Erklingens ein. Am meisten interessiert mich das Aufzeigen und Veredeln von Klang-Biotopen außerhalb des Konzertsaals. Deshalb arbeite ich gern mit Umgebungsmusik-Installation und klanglicher Gestaltung im Film.

Meine Arbeit ist hier geprägt durch gewissermaßen mikro-musikalisches Eingreifen in gegebene akustische Verhältnisse des bestehenden Umfelds vor Ort. Ein wichtiger Aspekt der Intervention besteht dabei im Aufspüren von starken, aber stillen Qualitäten eines Klangsystems und ihrer Fortspinnung zu einem entschleunigten Ereignisfeld.

Was mich hier immer öfters beglückt sind Kooperationen mit anderen Komponisten.

Beispielhafte Projekte aus den letzten Jahren:

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(english version)

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Composing (lat.: com-ponere, putting together) means to me the moving sounds, patterns and conditions into a new context. The authoring of scores in the form of plans, concepts for performances or klang installations will happen mostly coincidentally – or sometimes even after the realisation.

I can get excited again and again by any musical genre, instrument or performance requirement. Therby I love to ingraft composed structures and used material to the intended area of its appearance in a most economical way. I’m most interested in depicting and ennobeling sounding biotopes outside the concert halls. Therefore I like working on environmental music and the  soundtrack of movies.

My main work focus lies here on a micro musical invasion in the given acoustical environment on location. An important aspect of my activity consists of the detection of the strongest, but as well most silent qualities in a given system, and its further development towards a deaccelerated state.

Actually i work quite exhilararing with other compossers together

Exemplary works of the last years:

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(version francais)

Composer (du latin: com-ponere, mettre ensemble), ça veut dire pour moi la transformation de sons, de structures et de données dans un contexte nouveau. Des partitions en tant que plans, instructions à jouer ou stratégies d’installation souvent ne se produisent que pendant – ou parfois après – la réalisation.

Je peux m’enthousiasmer encore et toujours à nouveau pour tous les genres, instruments et chaque situation créative. En composant, j’introduis la structure composée et les matériaux appliqués de manière économique dans le champ entendu de leur retentissement. Je m’intéresse le plus à montrer et embellir des biotopes sonores au dehors de la salle de concert. C’est pourqoi je préfere bien de travailler aux installations du son et a la musique de cinéma.

Ici, mon travail est marqué par une intervention quasiment micro-musicale dans les relations acoustiques données de l’environnement existant sur place. Un aspect important des interventions pareilles consiste en découvrant les qualités fortes et en même temps tranquilles d’un système sonore et de les poursuivre envers un champ d’évènements fortement ralenti.

J’aime baaaucoup je travailler ensemble avec autre compositeurs

Traveaux des dernières années: